Operative Weisheitszahnentfernung

Operative Weisheitszahnentfernung

Bei der operativen Weisheitszahnentfernung, dem achten Zahn von der Mitte der Zahnreihe gesehen, wird nach einer ausführlichen Untersuchung und dem Anfertigen einer Panorama-Schichtaufnahme zunächst ausführlich über Nebenwirkungen und Risiken besprochen. Die Lage von Nerven und der Kieferhöhle muss vorher geklärt werden. Die Entfernung von Weisheitszähnen ist angezeigt, wenn der noch im Knochen befindliche Zahn die Restzähne verschiebt, Druck ausübt oder einen chronischen Entzündungsherd hervorruft. So ist diese Entfernung oft nach erfolgter oder andauernder kieferorthopädischer Behandlung indiziert. Ein erfahrener Kieferorthopäde wird Ihnen den Zeitpunkt des Eingriffs nennen. Er sollte nicht zu spät gewählt werden, da dann noch die Zahnwurzeln nicht ganz ausgewachsen sind und der Eingriff leichter und vor allen Dingen schneller durchführbar ist. Bei Jugendlichen ist dies, wenn indiziert, zwischen dem 15 bis 17 Lebensjahr ideal.

Was erwartet mich?

Der eigentliche Eingriff wird mit normaler Lokalanästhesie durchgeführt. Das Operationsfeld wird durch Wegschieben des Zahnfleisches eröffnet und der Knochen über dem Zahn mit chirurgischen Bohrern entfernt, der Zahn also vorsichtig freigelegt. Dann wird der Zahn nach oben hinausgeschoben oder mit einer Zange gefasst und entfernt. Gelegentlich wird eine Teilung des Weisheitszahnes notwendig sein, wenn er sehr groß oder sehr verlagert ist. Diese Operation ist ein Routineeingriff und der mittels entsprechender weiterer kleiner Tricks zu geringen Beschwerden nach der Operation führt. Die Entfernung des oberen Weisheitszahnes ist sehr einfach, er ist nur schwer zugänglich. Der untere Weisheitszahn ist gut zugänglich aber auch in der Regel durch den kompakteren Knochen etwas zeitaufwendiger freizulegen. Wir werden Ihnen dies am Röntgenbild erklären. Damit verstehen Sie diesen Eingriff und verlieren auch ein wenig Ihre Furcht vor diesem Eingriff. Eine leichte Schwellung wird in der Regel folgen, diese ist aber durch entsprechende Maßnahmen unsererseits auf ein Minimalmaß zu reduzieren. Für eventuell auftretende Schmerzen werden entsprechende Schmerztabletten gereicht. Am nächsten Tag erfolgt eine Nahtkontrolle und nach einer Woche werden die Nähte entfernt. Kleinere Kontrollbehandlungen an der Wunde werden im Vorfeld der Operation geklärt.

Eine Entfernung der Weisheitszähne mit Lokalanästhesie hat übrigens einen leichteren Heilungsverlauf zur Folge im Vergleich mit durchgeführten einer Voll- oder Neurolept-Analgäsie. Auch ist eine geringere Beeinträchtigung der Kiefergelenke von Bedeutung, da eine Überdehnung des Kiefergelenks bei Bewußtsein nicht möglich ist bzw. moderat ist. Eine Krankmeldung für Sie wird notwendig sein, je nach Umfang des Eingriffs.

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