Digitale Volumentomographie - Digitales Röntgen

Die 3. Dimension in der Zahnmedizin

Was bringt die 3D-Röntgen-Technologie in der Zahnmedizin?

Mit der Einführung der bildgebenden Diagnostik in der Zahnmedizin wurden Zähne und Kieferknochen in der Zahnmedizin darstellbar. Modernste Verfahren ermöglichen nun kristallklare Aufnahmen mit geringer Dosis. Durch die Weiterentwicklung höherer Auflösungs-Sensibilitäten und mit den schnellsten Rechnern können nun aussagekräftigere 3D-Bilder in der Zahnmedizin genutzt werden. Sie sind vergleichbar mit CT-Aufnahmen, und das mit nur 1/5 der Strahlendosis.

  1. Implantatplanung
  2. Diagnostik vor Weisheitszahnentfernung, die Lage zu Nervstrukturen sind einwandfrei beurteilbar
  3. grenzwertig erhaltungswürdige Zähne sind dreidimensional beurteilbar
  4. Wurzelbehandlungen sind auf ihren Erfolg besser diagnostizierbar
  5. Nasennebenhöhlen-Diagnostik
  6. Auffinden und Lokalisierung von Fremdkörpern und Wurzelresten im Knochen
  7. Erweiterung des diagnostischen Spektrums bei parodontal erkrankten Zähnen, d. h. sind Zähne mit Knochenrückgang noch  erhaltungswürdig?
  8. Herddiagnostik
  9. Lagebeziehung von Zähnen, Nerven, Strukturen wie Nasennebenhöhlen sind darstellbar

Vorteile
  1. Implantationen sind besser planbar und können oft knappes Knochenangebot optimalst ausnutzen. Laien können gleichzeitig die Implantation besser räumlich verstehen.
  2. Messungen im Kieferknochen sind 0,1 - 0,2 mm genau
  3. Schmale und flache Kieferkämme können einfacher für die Implantation vorbereitet werden; oft aber auch durch Ausnutzen des Knochens vermieden werden, was kostenreduzierend wirkt.
  4. Das DVT ermöglicht eine eindeutige Lagebestimmung zum Unterkiefernerv. Komplikationen können somit erheblich reduziert werden.
  5. bei unklaren Veränderungen an der Zahnwurzelspitze kann auch rund um den Zahn herum eine bildliche Darstellung erzielt werden.
  6. Fragwürdig erhaltbare Zähne sind nicht nur durch ihre fühlbare Lockerung prognostisch besser zu erfassen.
  7. Nasennebenhöhlen-Diagnostik kann die Lagebeziehung von krank machenden Zähnen darstellen.
  8. DVTs haben nur 1/5 der Strahlendosis einer CT-Aufnahme (Quelle Morita-Europe).

Ausblick:

DVTs werden in Zukunft die erforderliche Grundlage bei komplexeren zahnmedizinischen Fragestellungen darstellen. Vermutlich werden 3D-Bilder für die Implantologie eine Grundbedingung in der Planung werden, d. h. um Planungssicherheit zu erzielen und Misserfolgen vorzubeugen. Gesetzliche und Private Krankenkassen werden dies vermutlich fordern. Schon jetzt sind DVTs bei Implantationen mit Beteiligung der Kieferhöhlen nötige Voraussetzung.

Für Technikinteressierte:

Das DVT bedient sich bei der 360 Grad-Rotations zur Berechnung seiner dreidimensionalen Ergebnisstrukturen zweidimensionaler Bilder als Datensatz für die Software, d. h. dem Rendern, während ein CT mit einer eindimensionalen Detektion arbeitet.

Autor: Oliver Klein, Zahnarzt, Rodgau


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